Projekte


„Dem Dachs auf der Spur”- Kita-Kinder entdecken den Plänterwald

Das große Interesse der Kinder an Tieren und Pflanzen der natürlichen Umwelt kann Ausgangspunkt für Lernprozesse in unterschiedlichen Bildungsbereichen sein. Dieser Gedanke war Basis für eine Kooperation zwischen einem Träger von 6 Kindertagesstätten, der LebensWelt gGmbH und der Waldschule Plänterwald:
Mit der Ausgestaltung von Kita-Waldtagen wollen wir alltägliche Abläufe durchbrechen, der Naturentfremdung entgegen wirken und den Kindern, aber auch den Erziehern/-innen, neue Erlebnisräume darbieten.
Seit dem Herbst 2006 organisieren wir zunächst einmal, später zweimal jährlich für die jeweiligen Vorschul-Gruppen eintägige Waldaufenthalte, bei denen die Kinder den Lebensraum Wald mit allen Sinnen erleben bzw. erfahren und den Pädagogen/-innen Anregungen für die alltägliche Arbeit sowie zu wiederholten Aufenthalten im Wald erhalten.

Die Kita-Waldtage wurden als Rallye konzipiert.
Wir haben uns zu dieser Organisationsform entschlossen, damit die Kinder möglichst selbständig, aber auch gemeinsam den für sie neuen Erlebnisraum erschließen können. Das Gruppenerlebnis wird somit intensiver und die begleitenden Pädagogen/-innen können ihre Schützlinge unter veränderten Bedingungen erleben und so manche neue Charaktereigenschaft an einzelnen Kindern entdecken. Da wird aus dem forschen Ali schnell mal ein ängstlicher Junge und die stille Ayse wird von allen bewundert, weil sie ein besonders schönes Tier in ihrer Becherlupe hat.

Damit die kleinen Forscher auch immer den richtigen Weg finden, ist dieser mit der Abbildung vom Dachs, welcher die Kinder zu den Waldtagen per Brief einlädt, markiert. Die Aufgaben an den einzelnen Stationen der Kita- Waldrallye sind jahreszeitlich bedingt sehr unterschiedlich. Eins haben sie jedoch gemeinsam, sie fördern den Bewegungsdrang, die Kreativität und Entdeckungsfreude der Kinder und vermitteln auf spielerische Weise Wissen über den Wald und dessen Bewohner.

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Wald ist mehr als die Summe aller Bäume

Seit 2009 besuchen uns regelmäßig Kinder und Jugendliche aus dem Flughafenkiez des Bezirkes Neukölln. Sie kommen größtenteils aus Familien mit Migrationshintergrund und wachsen stark kiezgebunden auf.
Die Schüler/innen der Hermann Boddin Grundschule und des Albert Schweitzer Gymnasiums waren in ihrem Leben noch nie bzw. nicht sehr oft im Wald. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Kind beim Betreten des Plänterwaldes ganz erstaunt feststellt: „Das ist ja hier wie im Fernsehen!” oder ein Mädchen verblüfft zu der Erkenntnis kam, als es in den Wipfel des sich im Wind wiegenden Baumes schaute: „Der bewegt sich ja!”
Mit dem Projekt, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und den Berliner Forsten konzipiert wurde, möchten wir die Kinder und Jugendlichen ermutigen, sich in fremde Gefilde zu begeben, die Scheu vor Unbekanntem abzulegen und den Lebensraum Wald für sich zu erobern.

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Klein aber fein!

Teilnehmer/innen des Freiwilligen Ökologischen Jahres sowie Praktikantinnen und Praktikanten aus Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen sind bei uns gern gesehen.
Während ihres Einsatzes können sie die Waldschularbeit kennenlernen, sich im Umgang mit Menschen unterschiedlichsten Alters bewähren und eigenständige Projekte realisieren. Ob nun ein Nisthotel für Insekten, Informationstafeln über Bäume oder ein waldpädagogisches Spiel- der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, so weit die Endprodukte der waldbezogenen Umweltbildung dienen.

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